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Iams Katzenfutter
 
Iams Katzenfutter
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  Richtlinien der Iams Company für
Studien mit Tieren

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Als Teil der kontinuierlichen Überwachung aller
Iams Ernährungsstudien werden die einzelnen
Einrichtungen regelmäßig besucht und es
werden Prüfberichte angefertigt. Diese Prüfungen
erfolgen zusätzlich zur Kontrolle durch den in
jeder Einrichtung ständig anwesenden Tier-
schutzexperten. Dieser hat die Aufgabe, die
Sozialisierung der Tiere und die Schaffung einer
tiergerechten, anregenden Umgebung sicher-
zustellen. Zudem ist er dafür verantwortlich,
dass die Forschungsrichtlinien von Iams strikt
eingehalten werden. Durch die Veröffentlichung
unserer Prüfberichte möchten wir dazu bei-
tragen, dass die Pflege von Hunden und Katzen
in der gesamten Branche zukünftig verbessert
wird.

›› Einrichtung A1
›› Einrichtung 2
›› Einrichtung 3
›› Einrichtung 4
›› Einrichtung 5
›› Einrichtung 6
›› Einrichtung 7
›› Einrichtung 8
›› Einrichtung 9



Einrichtung A1
Beobachtungen:
Die in dieser Einrichtung lebenden Hunde und Katzen gehören Iams.
Nach Abschluss der Studien bleiben sie entweder in der Einrichtung,
um an einer weiteren Studie mitzuwirken, werden an Privatpersonen
vermittelt oder verbringen den Lebensabend in einer Iams Einrichtung
für ehemalige Studientiere.
Die Räume für Katzen werden soeben umgestaltet, so dass die Katzen
übergangsweise anderweitig untergebracht sind. 
Die Katzen im Übergangsquartier leben in Gruppen zusammen. Für jede
Gruppe gibt es fünf Katzentoiletten und eine enorme Anzahl von Spiel-
zeugen, ebenso Versteckmöglichkeiten, Kratzbäume, Aussichts- und
Ruheplattformen und Boxen ohne Tür für Tiere, die sich von den übrigen
Gruppenmitgliedern zurückziehen wollen.
Die Katzen zeigen untereinander, gegenüber dem Tierpfleger und den
beiden Besuchern ein sehr gutes Sozialverhalten.
Während des Besuchs wird mit den Katzen gespielt. Die Aufzeichnungen
belegen, dass die Katzen täglich mindestens 30 Minuten Kontakt zu
Menschen haben.
Die Hunde sind in Gruppen von drei Tieren pro Einheit untergebracht.
Zwischen jeweils zwei Einheiten besteht eine Verbindung, so dass über
Nacht sechs Hunde Zugang zu den beiden verbundenen Einheiten haben.
Während des Tages können sich die Hunde in Außenausläufen bewegen.
Aus Lärmschutzgründen ist dies nachts nicht möglich. 
Weiche Hundekörbe und Ruheplattformen sind überall vorhanden.
Erwartungsgemäß bellen die Hunde bei Eintreffen der beiden Besucher.
Die Hunde haben eine kleine Anzahl Spielzeuge zur Verfügung. Die
Gruppenausläufe sind mit Spielgeräten und weiteren Spielzeugen aus-
gestattet. Die Aufzeichnungen zeigen, dass die Hunde mindestens
30 Minuten am Tag mit einem Tierpfleger spielen.
Die Einrichtung ist in einem gepflegten, sauberen Zustand. Während
des Besuchs werden Reinigungsarbeiten beobachtet.
Die Hunde und Katzen machen einen gesunden und gepflegten Eindruck. 



Videos zur Sozialisierung und Schaffung einer tiergerechten,
interessanten Umgebung:
(Die Videos sind ohne Ton. Sie zeigen den ständig anwesenden Tierschutz-
experten, der für die Sozialisierung und das Programm zur Schaffung einer
tiergerechten, interessanten Umgebung sowie für die Einhaltung der in den
Iams Forschungsrichtlinien festgelegten acht Grundsätze ist.)

Katzenvideo – niedrige Auflösung (empfohlen für Modem)
Katzenvideo – hohe Auflösung

Hundevideo – niedrige Auflösung (empfohlen für Modem)
Hundevideo – hohe Auflösung

Einrichtung A1, Verbesserungsvorschläge:
Es sind Spielzeuge vorhanden, doch könnte ihre Anzahl bei den Hunden
größer sein. Zudem sollten Maßnahmen ergriffen werden, damit die
Spielzeuge kontinuierlich für alle Hunde der Gruppe zur Verfügung
stehen. Zum Beispiel könnte das Aufhängen einiger Spielzeuge deren
Verfügbarkeit verbessern. 
Im großen Außenauslauf sind Spielgeräte vorhanden. Die Außenaus-
läufe der einzelnen Gruppen könnten jedoch mit weiteren Spielgeräten
ausgestattet werden. 
Zusätzliche Schallschutzmaßnahmen würden den Lärm im Hundehaus
reduzieren. 
Es sollten Verhaltensbeobachtungen durchgeführt und Protokolle des
individuellen Verhaltens aller Hunde und Katzen erstellt werden, um
das Verhalten der Einzeltiere periodisch zu über wachen.

Das Personal sollte eine formalisierte Schulung zum Verhalten von Hunden
und Katzen erhalten. Die Schulungen sollten dokumentiert und dieser Nach-
weis in der Personalakte abgelegt werden.

Einrichtung A1, Verbesserungsvorschläge:
Es sind Spielzeuge vorhanden, doch könnte ihre Anzahl bei den Hunden
größer sein. Zudem sollten Maßnahmen ergriffen werden, damit die
Spielzeuge kontinuierlich für alle Hunde der Gruppe zur Verfügung
stehen. Zum Beispiel könnte das Aufhängen einiger Spielzeuge deren
Verfügbarkeit verbessern.
Im großen Außenauslauf sind Spielgeräte vorhanden. Die Außenaus-
läufe der einzelnen Gruppen könnten jedoch mit weiteren Spielgeräten
ausgestattet werden.
Zusätzliche Schallschutzmaßnahmen würden den Lärm im Hundehaus
reduzieren.
Es sollten Verhaltensbeobachtungen durchgeführt und Protokolle des
individuellen Verhaltens aller Hunde und Katzen erstellt werden, um
das Verhalten der Einzeltiere periodisch zu überwachen.

Das Personal sollte eine formalisierte Schulung zum Verhalten von Hunden
und Katzen erhalten. Die Schulungen sollten dokumentiert und dieser Nachweis
in der Personalakte abgelegt werden.

Einrichtung 1
4. November 2004 (Einrichtung 1; zweiter Besuch)
Beobachtungen:

Die an Studien teilnehmenden Katzen sind in einem käfiglosen,
ca. 22,5 m 2 großen Raum untergebracht. Die Gruppe besteht
aus 20 Katzen.
Der Raum verfügt über Fußbodenheizung.
Es sind erhöhte Ruhepodeste und Kratzbäume vorhanden.
Den Katzen stehen eine Vielzahl unterschiedlicher Spielzeuge und ein
Spielgerät zur Verfügung. Aus den Unterlagen ist zu entnehmen, dass
die Spielzeuge jede Woche ausgewechselt werden.
Der Raum hat ein Erkerfenster in einen Hof, in dem Futterhäuschen
für Vögel aufgestellt sind.
Die Katzen werden beim Spielen mit den Spielzeugen, beim Ruhen,
beim Spielen auf dem Spielgerät und beim Sonnenbaden im Fenster
beobachtet.
In den Studienprotokollen finden sich keinerlei Hinweise auf unerlaubte
Maßnahmen.
Es ist ein Programm zur Sozialisierung der Tiere und zur Schaffung einer
katzengerechten, interessanten und abwechslungsreichen Umgebung
etabliert. Die Aufzeichnungen zeigen, dass das Programm wie geplant
durchgeführt wird.
Ein in Vollzeit tätiger Tierschutzbeauftragter widmet sich ausschließlich
der Koordination des Programms. Für dessen Ausführung sind weitere
Angestellte zuständig.
Das Studienprotokoll wurde vor dem Besuch in Kopie zur Verfügung
gestellt und kann in der Einrichtung zusätzlich im Original eingesehen
werden. Sowohl Kopie als auch Original des Studienprotokolls werden
geprüft.
Die Protokolle zum Gesundheitszustand der Tiere können in der Einrich-
tung eingesehen werden und unterliegen einer stichprobenartigen
Kontrolle.
Der Gesundheitszustand der Katzen ist ausgezeichnet.
Den Tieren stehen einige Decken zur Verfügung, die jedoch leicht
zusammengeschoben werden und zudem relativ dünn sind. Die Ruhe-
podeste haben zumeist eine harte Oberfläche.


Einrichtung 1, Verbesserungsvorschläge
Es sollten verschiedene weiche, dickere Unterlagen wie z. B. Kissen,
Katzenbetten aus Schaumstoff oder synthetische Schaffelle bereit-
gestellt werden.
Als weitere Alternative zum Ruhen/Schlafen sind Katzenhängematten
zu empfehlen.
Der Tierschutzbeauftragte sollte direkt für die Sozialisierung der Tiere
und die Gestaltung ihres Lebensraums verantwortlich sein statt aus-
schließlich die Aktivitäten anderer Teammitglieder zu koordinieren.
Einige der Katzenquartiere in dieser Einrichtung haben noch keine
Erkerfenster. In diesen Räumen sollten daher Ruhepodeste unter den
vorhandenen Fenstern aufgestellt werden, um den Katzen einen
besseren Zugang zu direktem Sonnenlicht zu ermöglichen.


Einrichtung 1
14. April 2003 (Einrichtung 1; erster Besuch)
Beobachtungen:
Die an der Ernährungsstudie teilnehmenden Katzen werden nach Ende
der Studie an Privatpersonen vermittelt.
Die Katzen machen einen gesunden Eindruck und beschäftigen sich
sowohl miteinander als auch mit den Besuchern.
Die Unterbringung der Tiere erfolgt in zwei Gruppen von jeweils acht
bzw. neun Katzen.
Entlang dreier gekachelter Wände befinden sich Ruhepodeste (ca.
10 pro Katzenraum).

Es sind Katzenhängematten angebracht, die zum Zeitpunkt des
Besuchs von den Tieren benutzt werden.

Jeder Katzenraum verfügt über Kratzmatten und Kratzbäume sowie
Spielzeuge, Bürsten und zwei große, saubere Katzentoiletten.

Die Aufzeichnungen zeigen, dass alle Katzen täglich für mindestens
30 Minuten Kontakt zum Menschen haben. Sie werden regelmäßig
gebürstet und zeigen alle ein gepflegtes Fell.



Einrichtung 1, Verbesserungsvorschläge:
Durch höhere Kratzbäume könnten sich die Katzen beim Kratzen
komplett strecken. Verschiedene Oberflächen würden zudem eine
bessere Auswahl an Kratzobjekten bieten.
Die tägliche Nassreinigung erscheint nicht erforderlich. Alle Räume
waren sauber mit nur minimalem Geruch, so dass eine Nassreinigung
jeden zweiten Tag durchaus ausreichen würde.
Ein zusätzliches hohes Regal oder Brett würde den Zugang zu den
Fenstern erleichtern, damit die Katzen nach draußen sehen können.
Die verfügbare Fläche entspricht den derzeitigen Anforderungen.
Pläne für eine Erweiterung sollten den zukünftigen, höheren
Anforderungen entsprechen.
Es sollten Verhaltensbeobachtungen durchgeführt und Protokolle des
individuellen Verhaltens aller Katzen erstellt werden, um das Verhalten
der Einzeltiere periodisch zu überwachen.
Die Oberflächen der Ruhepodeste sollten mit einem weichen Material
überzogen werden, um den Katzen mehr Komfort zu bieten.


Einrichtung 2
Einrichtung 2, Beobachtungen:
11. März 2004 (Einrichtung 2; erster Besuch)
Die an der Studie teilnehmenden Hunde gehören einem privaten Besitzer
und kehren nach Beendigung der Studie zu diesem zurück.
Die Hunde sind zu zweit untergebracht. Mit dem Tierschutzbeauftragten
zeigen sie sich sehr vertraut. Er hat die Aufgabe, die Sozialisierung der
Tiere sicherzustellen und für eine Bereicherung ihres Lebensraums zu
sorgen. Ferner ist er dafür verantwortlich, dass die acht Punkte der Iams
Forschungsrichtlinien eingehalten werden.
Alle Hunde sind sehr gepflegt und begrüßen die Besucher freundlich.
Aus den Unterlagen ist ersichtlich, dass sich die Hunde an wenigstens
fünf Tagen pro Woche für jeweils mindestens 30 Minuten in größeren
Gruppen im Außenauslauf bewegen können.
Spielzeuge und Spielgeräte sind sowohl im Innen- wie im Außenbereich
vorhanden.



Einrichtung 2, Verbesserungsvorschläge:
Dokumentation: Die wöchentlichen Berichte des Tierschutzbeauftragten
sollten am Ende des Berichtszeitraums direkt an Iams geschickt werden.
Das zuständige Mitglied des Beratungskomitees sollte eine Kopie erhalten.
Die Stellenbeschreibung des Tierschutzbeauftragten sollte in das Hand-
buch der jeweiligen Einrichtung aufgenommen und mit dem jeweiligen
Amtsinhaber sorgfältig besprochen werden. Ferner sollten Schulungs-
maßnahmen des Tierschutzbeauftragten dokumentiert werden.
Die Hunde haben Spielzeuge, doch könnten es mehr sein. Zudem sollten
Maßnahmen ergriffen werden, damit die Spielzeuge kontinuierlich für alle
Hunde der Gruppe zur Verfügung stehen. Zum Beispiel könnte das Auf-
hängen einiger Spielzeuge deren Verfügbarkeit verbessern.
Das Studienprotokoll sollte aktualisiert werden und einige allgemein
übliche nichtinvasive Messungen aufnehmen, die bereits dem Animal
Care and Use Committee vorgelegt wurden.
Kopien der medizinischen Unterlagen der Hunde sollten in der Einrich-
tung verfügbar gehalten werden, die Originale im Büro des zuständigen
Tierarztes verbleiben.
Es sollten Verhaltensbeobachtungen durchgeführt und Protokolle des
individuellen Verhaltens aller Hunde erstellt werden, um das Verhalten
der Einzeltiere periodisch zu überwachen.


1. September 2004 (Einrichtung 2; zweiter Besuch)
Beobachtungen:
Der Besuch wurde nicht angekündigt. Während dieses wiederholten
Besuchs einer bereits geprüften Einrichtung werden keinerlei Verstöße
gegen die Iams Forschungsrichtlinien festgestellt.
Zwei Hunde, bei denen Verdacht auf ein Verhaltensproblem bestand,
werden erneut untersucht. Während des letzten Besuchs gab es ein
starkes Gewitter, in dessen Verlauf die beiden Hunde ein auffälliges
Verhalten zeigten. Einer der Hunde lief dabei im Kreis. Während dieses
Besuches verhalten sich die beiden Hunde völlig normal, es sind
keinerlei Anzeichen für Verhaltensstörungen festzustellen.
Acht Hunde mit Sozialisationsproblemen werden erneut untersucht.
Alle Hunde zeigen beim Spielen in der Gruppe und im Umgang mit
den Tierpflegern deutliche Fortschritte. Vier der Hunde werden auf
die Abgabe an einen privaten Besitzer vorbereitet, bei allen Hunden
wird das Sozialisations- und Spieltraining fortgesetzt.
Alle Spielgruppen funktionieren sehr gut, einige Gruppen können
während des Besuchs beobachtet werden. Es wird darauf geachtet,
passende Tiere für die paarweise Unterbringung zu finden.


Einrichtung 2, Verbesserungsvorschläge:
Die Verhaltensbeobachtungen auffälliger Hunde sollten fortgesetzt werden.
Die Hunde sollten eine individuelle Behandlung erfahren.


Einrichtung 3
22. April 2004 (Einrichtung 3; erster Besuch)
Zurzeit läuft eine Studie mit 40 erwachsenen Hunden. Die einzeln unter-
gebrachten Hunde haben einen eigenen Außenauslauf. Zudem steht
ihnen eine große Außenfläche zum Spielen mit anderen Hunden
(Hundespielplatz) zur Verfügung.
Parallel erfolgen Studien zur Schmackhaftigkeit von Hundenahrung, an
denen 15 Hunde beteiligt sind.
Die Mehrzahl der Hunde ist einzeln untergebracht.
Die Hunde befinden sich in einem guten Pflegezustand.
Eingesehen werden die Krankenunterlagen dreier Hunde mit Leck-
granulomen und eines Hundes mit einem durch Druck induzierten
Überbein.
Acht Hunde sind nur vorübergehend in der Einrichtung untergebracht.
Bei ihnen traten Probleme hinsichtlich des Sozialverhaltens auf. Diese
Hunde werden in Kürze in ein intensives Iams Programm zur Verhaltens-
therapie aufgenommen.
Ein Hund zeigt Kreisbewegungen, die durch die Aufregung über den Besuch ausgelöst werden.
Es bestehen ein Programm zur Verbesserung des Lebensraums der
Tiere und ein Trainingsprogramm. Beide werden nach Plan durch-
geführt.
In den Innenräumen sind erhöhte Segeltuchbetten und Wassernäpfe
vorhanden.
Einige kleinere Hunde sind in großen Räumen untergebracht, während
die Unterbringung der größeren Hunde in technisch einwandfreien, aber
kleineren Räumen erfolgt.
Auf dem Hundespielplatz finden sich Spielzeuge. Einige Hunde haben
auch im Innenraum Spielzeug zur Verfügung.
Das Studienprotokoll und die Unterlagen zum Gesundheitsstatus der
Hunde sind in der Einrichtung vorhanden. Duplikate dieser Unterlagen
befinden sich im Büro des lokalen Tierarztes.
Laut Protokoll sind bei den Hunden Biopsien (Gewebeprobenentnah-
men) von 8 mm Durchmesser vorgesehen. Hierfür fordert das Protokoll
sowohl eine Narkose als auch eine Schmerztherapie.
Der von Iams eingestellte Tierschutzbeauftragte und der Besitzer der
Einrichtung werden ausführlich befragt. Obwohl sich beide bewusst
waren, dass unangekündigte Besuche vorgesehen sind, wird im
Gespräch mit den ASPCA-Revisoren (ASPCA = American Society for
the Prevention of Cruelty to Animals) klar, dass keine Vorabinformation
über den Besuch erfolgte. Alle Fragen werden beantwortet und alle
geforderten Materialien zur Prüfung vorgelegt.


Einrichtung 3, Verbesserungsvorschläge:
Es sollten jeweils zwei Hunde einen Bereich gemeinsam nutzen (paar-
weise Unterbringung). Dies wird z. B. durch Einbau einer Hundeklappe
möglich.
Die Zuweisung von Quartieren sollte dahingehend optimiert werden,
dass größere Hunde mehr Platz haben. Dies kompliziert zwar den
Studienablauf, da die Hunde verschiedener Studien nebeneinander
untergebracht werden müssen, wäre aber zum Vorteil der Tiere.
Eine kontinuierliche medizinische Überwachung und die Behandlung
von Tieren mit geringfügigen Gesundheitsproblemen ist zu empfehlen.
Die Entwicklung und Durchführung eines Therapieplans zur Behandlung
bzw. Beseitigung der Kreisbewegungen bei dem oben erwähnten Hund
wird empfohlen. Dieses Verhalten bestand schon früher und hat sich
bereits gebessert.
Alle Hunde sollten Spielzeuge zur Verfügung haben. Kreative Tech-
niken wie z. B. das Aufhängen von Spielzeugen sind zu empfehlen.
Die Spielzeuge sollten regelmäßig ausgetauscht werden.
In den Außenausläufen sollten Spielgeräte aufgestellt werden.
Tägliche Bewegung und Spiel in Gruppen sind zu empfehlen.
Die Stellenbeschreibung des Tierschutzbeauftragten sollte den Unter-
lagen der Einrichtung hinzugefügt werden.
Die Ausbildung des Tierschutzexperten und der Tierpfleger sollte
ausführlicher dokumentiert werden.
Das individuelle Verhalten der Hunde sollte eingehender beobachtet und
genauer dokumentiert werden. Die Verhaltensbeobachtungen sollten
zur Erfolgskontrolle regelmäßig wiederholt werden.
Die Möglichkeiten, Prüfungen der Schmackhaftigkeit von Hundenahrung
in Privathaushalten von Tierbesitzern durchzuführen, sollten weiterhin
konkret untersucht und entwickelt werden.


Einrichtung 4
13. Mai 2004 (Einrichtung 4; erster Besuch)
Beobachtungen:
Aufgrund der Sicherheitsvorschriften wurde der Besuch 24 Stunden
vorher in der Verwaltung der Einrichtung angekündigt. Der Tierschutz-
beauftragte wurde ausdrücklich nicht informiert und weiß daher nichts
über den Besuch der ASPCA (American Society for the Prevention of
Cruelty to Animals).
Zurzeit werden zwei Studien durchgeführt.
Die firmeneigenen Räumlichkeiten zur Unterbringung der Hunde weisen
einen Außenauslauf und erhöhte Ruheplätze auf. Im Freien gibt es
Hundespielplätze.
Die erwachsenen Hunde sind einzeln, die Welpen in Gruppen unter-
gebracht.
Ein Programm zur Bereicherung des Lebensraums der Tiere und ein
Trainingsprogramm sind vorhanden. Die Umsetzung beider Programme
erfolgt nach Plan.
Eine Studie wird mit Welpen durchgeführt. Die Hunde werden über
einige Wochen bzw. Monate beobachtet und generell im Alter von
sechs Monaten an Privatpersonen vermittelt. Die Spielzeit der Welpen
in größeren Gruppen ist mit 5,5 Stunden am Tag sehr großzügig
bemessen. Die Hunde sind jeweils zu zweit untergebracht.
Im Bereich für die Welpengruppen ist zwar keine Grundreinigung,
wohl aber die Entfernung einzelner Verschmutzungen notwendig.
In der Einrichtung befindet sich eine Gruppe von Hunden, die an keiner
Studie mitwirken. Die Tiere stammen aus einer externen Einrichtung.
Bei einigen ist eine Sozialisierung notwendig. Die Hunde werden in
naher Zukunft an einer Studie teilnehmen, die ein entsprechendes
Training der Tiere einschließt.
Die Hunde erscheinen körperlich gesund. Einige zeigen projektbezogene
kleinere Gesundheitsprobleme.
In den Studienprotokollen finden sich keinerlei Hinweise auf unerlaubte
Maßnahmen.
Einer der beiden Iams Tierschutzbeauftragten ist anwesend und wird
ausgiebig befragt. Die Tierschutzbeauftragte verbringt sieben Stunden
pro Tag mit den Hunden und sorgt für ihre Sozialisierung, die Fellpflege,
Bewegung und die Bereicherung ihres Lebensraums.
In allen Innenräumen und Außenausläufen sind Spielzeuge vorhanden.
Die Aufzeichnungen zeigen, dass die Spielzeuge zweimal wöchentlich
nach dem Rotationsprinzip ausgetauscht werden.
Die Hunde in dieser Einrichtung werden in eine andere Forschungsstätte
verlegt, in der eine paarweise Unterbringung der Tiere möglich ist.


Einrichtung 4; Verbesserungsvorschläge
Projektbezogene Gesundheitsprobleme sollten in den individuellen
Gesundheitsprotokollen der Hunde vermerkt werden.
In den Welpenbereichen und den Innenausläufen für die erwachsenen
Hunde sollten Verschmutzungen häufiger entfernt werden.
Das AWS sollte mit den Maßnahmen der Studienprotokolle besser
vertraut gemacht werden.
Das Verhalten der einzelnen Hunde sollte eingehender beobachtet und
genauer dokumentiert werden. Die Verhaltensbeobachtungen sollten
regelmäßig wiederholt werden.
Es sollten Schritte unternommen werden, um die Sozialisierung der
Tiere zu verbessern.
Jeweils zwei Hunde sollten einen Bereich gemeinsam nutzen (paarweise
Unterbringung), z. B. durch Einbau einer Hundeklappe.


Einrichtung 5
20. Mai 2004 (Einrichtung 5; erster Besuch)
Beobachtungen:
In der Einrichtung werden Studien mit Hunden und Katzen durchgeführt.
Die Hunde sind während der Studie einzeln in Innenausläufen unter-
gebracht. In der übrigen Zeit erfolgt eine paarweise Unterbringung.
In allen Ausläufen und auf dem Hundespielplatz im Freien sind Spiel-
zeuge vorhanden. Der Dokumentation ist zu entnehmen, dass die Spiel-
zeuge zweimal wöchentlich nach dem Rotationsprinzip ausgetauscht
werden.
Alle Ausläufe verfügen über Hundebetten.
Es gibt zwei Tierschutzbeauftragte (einen für die Hunde und einen
für die Katzen), die beide umfassend befragt werden.
Die Katzen leben 18 Stunden am Tag in Gruppen von je acht Tieren.
Sechs Stunden täglich sind die Katzen in Einzelboxen untergebracht.
Die Katzenräume sind mit mehreren Katzenhängematten, erhöhten
Ruhepodesten, Spielzeugen, Kratzbäumen und Katzentoiletten ausge-
stattet.
Die Katzen machen einen entspannten Eindruck und lassen sich von
den Besuchern zum Spielen animieren.
Sowohl Hunde als auch Katzen sind in einem hervorragenden
Gesundheitszustand. Die Unterlagen eines Hundes mit Epilepsie
werden eingehend geprüft. Alle Beobachtungen und Therapie-
entscheidungen sind ausführlich dokumentiert und gut nachvoll-
ziehbar.
Die Studienprotokolle geben keinerlei Hinweise auf unerlaubte
Maßnahmen.


Einrichtung 5, Verbesserungsvorschläge
Jeweils zwei Hunde sollten einen Bereich gemeinsam nutzen (paarweise
Unterbringung). Dies wird z. B. durch Einbau einer Hundeklappe möglich.
In den Außenausläufen sollten Spielgeräte aufgestellt werden.
Das Verhalten der einzelnen Hunde sollte eingehender beobachtet und
genauer dokumentiert werden. Die Verhaltensbeobachtungen sollten
regelmäßig wiederholt werden.


Einrichtung 6
24. Mai 2004 (Einrichtung 6; erster Besuch)
Beobachtungen:
In der Einrichtung finden Studien mit Hunden und Katzen statt.
Die Unterbringung der Hunde erfolgt paarweise in Innenräumen.
In allen Räumen sind Hundebetten vorhanden.
Die Studienprotokolle geben keinerlei Hinweise auf unerlaubte Maß-
nahmen.
Die Einrichtung beschäftigt einen Tierschutzbeauftragten in Vollzeit und
mehrere in Teilzeit, die für die Sozialisierung der Tiere und die
Bereicherung ihres Umfelds sorgen. Alle Aktivitäten werden dokumen-
tiert.
Es wird ein umfassendes Trainingsprogramm durchgeführt, das u. a.
eine Ausbildung der Hunde zum „Canine Good Citizen (CGC, Begleit-
hund)“ und Agility umfasst. Für die Ausbildung wird das Clicker-Training
eingesetzt.
Auf den Übungs- und Spielplätzen ist eine Agility-Ausstattung vor-
handen.
Die Hunde wirken für eine definierte Anzahl von Wochen an Studien
mit und werden dann mit Hilfe eines Adoptionsprogramms in private
Hände vermittelt.
Die Ausbildung und Sozialisierung der Hunde sind integrierter Bestand-
teil des Adoptionsprogramms und sollen die Vermittelbarkeit der Hunde
optimieren.
Die Innenräume weisen einen Teilspaltenboden aus Beton auf, um
Abfluss zu gewährleisten. Obwohl die Spalten klein sind, könnte eine
Pfote oder Zehe darin hängen bleiben. Nach Aussage der Tierpfleger
kam dies niemals vor. Die Fußböden der Innen- und Außenausläufe
bleiben nach der Reinigung für längere Zeit feucht.
Bei einem Hund werden im Zwischenzehenbereich Zysten festgestellt.
Andere Hunde wurden aufgrund desselben Befundes bereits behandelt.
Der schmale Gruppenauslauf wird vom Hausdach überdacht. Wände und
Boden sind aus Beton.
Einige Hunde zeigen Verfärbungen an den Pfoten und in einigen Fällen
auch im Bereich der Unterbrust.
Die Unterbringung der Katzen erfolgt gruppenweise in großen Räumen.
Die Räume sind gut beleuchtet, allerdings gibt es kein natürliches Licht.
Die Katzenräume sind mit einer Vielzahl an Hängematten, Ruheplatt-
formen, Spielzeugen, Kratzbäumen und Katzentoiletten ausgestattet.
Die Katzen machen einen entspannten und zufriedenen Eindruck und
lassen sich von den Besuchern zum Spielen animieren.



Einrichtung 6, Verbesserungsvorschläge:
Die in dieser Einrichtung bestehenden Programme zur Sozialisierung
der Tiere und zur Gestaltung ihres Lebensraums sind bemerkenswert.
Es gibt jedoch bauliche Probleme.
Es sollte nach Möglichkeiten gesucht werden, die Betonböden in den
Innen- und Außenausläufen schnell zu trocknen. Möglicherweise muss
stärker belüftet und/oder die poröse Oberfläche versiegelt werden.
Die Notwendigkeit des Teilspaltenbodens ist zu überdenken.
Um mehr Licht in den kleinen Außenauslauf zu bringen, sollte eine
lichtdurchlässige Überdachung erwogen werden.
Den Ursachen für die Fellverfärbungen und das Auftreten von Zysten
im Zwischenzehenbereich muss nachgegangen werden. Desinfektions-
mittel und die feuchten Böden kommen als potenzielle Faktoren in
Betracht und sollten überprüft werden.
Die Auslaufmöglichkeiten für die Hunde bedürfen einer deutlichen
Verbesserung. Die Hunde sollten an der Leine spazieren geführt
werden oder einen größeren Bereich im Freien als Spielplatz erhalten.
Die Katzenräume sollten natürliches Licht haben. Dies ließe sich durch
den Einbau von Fenstern oder durch Glastüren erreichen, über die das
natürliche Licht aus dem Flur in die Räume fällt.


Einrichtung 7
25. Mai 2004 (Einrichtung 7; erster Besuch)
Beobachtungen:
Diese Studie wird mit Hunden/Welpen in einem Privathaushalt durch-
geführt.
Die Hunde werden im Welpen- und Junghundalter in definierten Ab-
ständen beobachtet und bewertet.
Die Studienprotokolle geben keinerlei Hinweise auf unerlaubte Maß-
nahmen.
Die Welpen erhalten eine Erziehung (Unterordnungstraining).
Das Protokoll fordert Maßnahmen zur Gesundheitsvorsorge wie
Impfungen und Herzwurmprophylaxe.
Es handelt sich um eine hervorragende Alternative zu Studien in
einer Forschungseinrichtung.


Einrichtung 7, Verbesserungsvorschläge:
Keine.


Einrichtung 8
9. August 2004 (Einrichtung 8; erster Besuch)
Die Hunde wurden von Privatpersonen zur Teilnahme an der Studie zur
Verfügung gestellt. Sie bleiben für bis zu sechs Monate in der Einrichtung
und kehren dann zu ihren Besitzern zurück.
Die Hunde sind einzeln in klimatisierten Innenräumen mit Außenaus-
läufen untergebracht.
Alle Räume verfügen über erhöhte Schlafplätze.
In den Innenräumen und den Außenausläufen sind Spielzeuge vor-
handen.
Die Studienprotokolle geben keinerlei Hinweise auf unerlaubte Maß-
nahmen.
Es bestehen ein Programm zur Bereicherung des Umfelds der Tiere
und ein Bewegungsprogramm. Die Dokumentation zeigt, dass die
Programme wie geplant durchgeführt werden.
Ein in Vollzeit angestellter Tierschutzbeauftragter ist für die Sozialisie-
rung der Tiere und die Bereicherung ihres Lebensraums verantwortlich.
Zusätzlich sind weitere Mitarbeiter mit Aufgaben in diesen beiden
Bereichen betraut.
Das Studienprotokoll wurde vorab zur Verfügung gestellt, das Original
ist in der Einrichtung vorhanden. Beide Versionen werden geprüft.
Die Gesundheitsprotokolle der Hunde liegen in der Einrichtung vor
und werden stichprobenartig geprüft.
Die Hunde weisen einen guten Gesundheitszustand auf.
Zwei Hunde haben offensichtlich Angst vor den Besuchern. Die indivi-
duelle Betreuung der Tiere wird mit dem Tierschutzbeauftragten be-
sprochen. Zudem wird gemeinsam mit ihm die Dokumentation zur
Pflege und Sozialisierung der beiden Hunde geprüft.


Einrichtung 8, Verbesserungsvorschläge
Die Hunde sollten zu zweit untergebracht werden.
Aktivitäten zur Sozialisierung und Bewegung sollten täglich, auch am
Wochenende, stattfinden.


22. Juli 2005 (Einrichtung 8, zweiter Besuch) Beobachtungen
Die in der Einrichtung zurzeit des Besuchs lebenden Hunde werden in
Kürze zu ihren Besitzern zurückkehren. Einige Hündinnen, deren
Wurftermin bevorsteht oder deren Welpen zu jung für einen Transport
sind, bleiben noch länger in der Einrichtung.
Die erwachsenen Hunde der Studie sind teilweise seit bis zu einem
Jahr in der Einrichtung, bevor sie zu ihren Besitzern zurückkehren.
Nach dem letzten Bericht sollten die Hunde lediglich bis zu sechs
Monate lang in der Einrichtung verbleiben. Der Aufenthalt der Tiere
musste aufgrund eines veränderten Zeitplans für die Studie verlängert
werden.
Unmittelbar vor dem Werfen werden die Hündinnen allein unterge-
bracht. Die Welpen bleiben bis zum Absetzen bei ihren Müttern.
Die Tierschutzbeauftragte berichtet, dass sie die Saugwelpen täglich
streichelt und sich mit ihnen beschäftigt.
Die abgesetzten Welpen sind zu zwei oder dritt in Innenräumen mit
Außenausläufen untergebracht.
Zu den Fütterungszeiten werden die abgesetzten Welpen zweimal
täglich für 30 Minuten getrennt.
Die abgesetzten Welpen werden an fünf Tagen der Woche für 30
Minuten am Tag sozialisiert und haben Gelegenheit, sich mit ihren Wurf-
geschwistern auf einer Rasenfläche zu bewegen. Der Tierschutz-
beauftragte berichtet, dass dieser Auslauf auch an den Wochenenden
möglich ist, aber nicht regelmäßig stattfindet. Die Besitzer der
Welpen sind mit dem Grad der Sozialisierung der Hunde zufrieden.
Alle in der Einrichtung untergebrachten Tiere sind in einer exzellenten
Verfassung.
Es können keine anomalen Verhaltensweisen beobachtet werden.
Die abgesetzten Welpen sollen Ende September in ihr Zuhause
zurückkehren.


Einrichtung 8, Verbesserungsvorschläge
Aktivitäten zur Sozialisierung der Welpen und Bewegung in Spielgruppen
sollten täglich, auch am Wochenende, stattfinden.


Einrichtung 9
6. Dezember 2004 (Einrichtung 9; erster Besuch) Beobachtungen:
Katzen, die nicht an Stoffwechselstudien teilnehmen, sind gruppenweise
in großen Räumen mit einer Vielzahl an Ruhepodesten, Spielgeräten,
Katzenbetten, Hängematten und verschiedenen Spielzeugen unterge-
bracht. Die Räume verfügen über große Erkerfenster, die auf einen Hof
hinausgehen.
Katzen, die an Stoffwechselstudien teilnehmen, verbringen einen Teil
der Zeit in Gruppenräumen und einen weiteren Teil in Stoffwechsel-
käfigen.
Die Katzen können beim Spielen mit Spielzeugen, beim Ruhen/Schlafen
und beim Sonnenbaden im Fenster beobachtet werden.
Die Studienprotokolle geben keinerlei Hinweise auf unerlaubte Maß-
nahmen.
Es wird ein Programm zur Sozialisierung der Tiere und zur Gestaltung
ihres Lebensraums durchgeführt.
Anstelle eines in Vollzeit angestellten Tierschutzbeauftragten teilt sich
ein Mitarbeiterteam die aktiven Verantwortlichkeiten zur Sozialisierung
der Tiere und zur Bereicherung ihres Umfelds.
Das Studienprotokolle wurden vorab zur Verfügung gestellt, die Originale
sind in der Einrichtung vorhanden. Beide Versionen werden geprüft.
Die Gesundheitsprotokolle der Katzen liegen in der Einrichtung vor und
werden stichprobenartig geprüft.
Die Katzen zeigen eine exzellente Verfassung.
Alle Räume sind ausgesprochen sauber und trocken. In allen Bereichen
bestehen gute Lichtverhältnisse.
Die Unterbringung von Hunden, die nicht an Stoffwechselstudien teil-
nehmen, erfolgt im Allgemeinen einzeln in Innenräumen mit Außen-
auslauf. Hunde, die vor einer Woche eintrafen, sind in einem neuen
Gebäude zu zweit in großen Räumen mit Außenausläufen, niedrigen
Wänden, hellen Farben und viel natürlichem Licht untergebracht.
Hunde, die an Stoffwechselstudien teilnehmen, verbringen einen
Teil der Zeit in Einzelhaltung mit Außenauslauf und einen Teil in
Stoffwechselkäfigen.
Tierbetten oder Ruheplattformen sind überall vorhanden, ebenso
Spielzeuge.
Die Einrichtung verfügt über Plätze für die Bewegung und Sozialisierung
der Hunde.
Es werden ein Programm zur Bereicherung der Umfelds der Tiere und
ein Bewegungsprogramm durchgeführt.
Die Studienprotokolle geben keinerlei Hinweise auf unerlaubte Maß-
nahmen.
Anstelle eines in Vollzeit beschäftigten Tierschutzbeauftragten teilt sich
ein Mitarbeiterteam die aktiven Verantwortlichkeiten zur Sozialisierung
der Tiere und zur Bereicherung ihres Lebensraums.
Das Studienprotokolle wurden vorab zur Verfügung gestellt, die Originale
sind in der Einrichtung vorhanden. Beide Versionen werden geprüft.
Die Gesundheitsprotokolle der Hunde liegen in der Einrichtung vor und
werden stichprobenartig geprüft. Die Aufzeichnungen sind bemerkens-
wert detailliert und besonders leicht auffindbar.
Die Hunde weisen einen exzellenten Zustand auf.
Ein einzeln untergebrachter Hund wird dabei beobachtet, wie er mehr-
mals hin und her rennt.
Die in dem neuen Gebäude in Gruppen untergebrachten Hunde
erscheinen zufriedener sowie weniger gestresst und verhalten sich viel
leiser als die Hunde in den anderen Gebäuden. Sie sind seit weniger
als einer Woche in der Einrichtung.


Einrichtung 9, Verbesserungsvorschläge
Paarweise Unterbringung aller Hunde.
Ernennung eines allein verantwortlichen Tierschutzbeauftragten.
Verlängerung der Zeiten für die Sozialisierung und vermehrte
Nutzung der Spielplätze im Freien.
Weitere Entwicklung und Anwendung von Alternativen zu den Stoff-
wechselkäfigen. Bis auf die Stoffwechselkäfige verzichtet werden
kann, sollten Protokolle und Maßnahmen entwickelt werden mit dem
Ziel, die Aufenthaltszeiten in den Käfigen zu verkürzen.
Stärkere Nutzung der Spielplätze. Wenn das Wetter es erlaubt, sollten
die Spielplätze tagsüber ständig genutzt werden.


8. Juli 2005 (Einrichtung 9, zweiter Besuch), Beobachtungen
An der Unterbringung der Katzen hat sich seit dem ersten Besuch nichts
geändert.
Der pro Katze verfügbare Platz beträgt zwischen 0,9 und 1,7 m
2. Ein zusätzlicher Raum bietet fast 3,3 m 2 pro Katze, da in diesem
nur vier Katzen untergebracht sind.
Die Grundfläche der Katzenkäfige, die für bestimmte Zeiten der Studie
Verwendung finden, beträgt 0,4 m 2 . Die Käfige erfüllen die Anforde-
rungen für Hauskatzen.
Ab Oktober 2006 werden keine Stoffwechselkäfige mehr verwendet.
Es laufen Studien zur automatischen Sammlung von Kot- und Urin-
proben der Katzen.
In den Gruppenräumen steht rechnerisch für 4,3 Katzen je eine
Katzentoilette zur Verfügung.
Die Katzen werden beim Spielen mit Spielzeugen, Ruhen/Schlafen
und beim Sonnenbaden in den Fenstern beobachtet.
Bei den Hunden kommen keine Stoffwechselkäfige mehr zum Einsatz.
Die Hunde sind entweder einzeln oder zu zweit in Innenräumen mit
Außenausläufen untergebracht. Fäzes werden eingesammelt, die Harn-
menge wird berechnet.
Bis Februar 2006 sollen alle Hunde zu zweit untergebracht sein. Die
Unterbringung der kleineren Hunde erfolgt dann in den bereits vorhan-
denen Räumen (Innenraum 1,8 ´ 2,4 m, Außenauslauf 1,8 ´ 6 m), die
der größeren Hunde in den neuen Gebäuden.
Es wird ein Programm zur Bereicherung der Tierumwelt und Soziali-
sierung durchgeführt.
Ein Mitarbeiterteam teilt die aktiven Verantwortlichkeiten zur Soziali-
sierung und zur Bereicherung der Tierumwelt.
Tierbetten oder Ruheplattformen sind überall vorhanden, ebenso
Spielzeuge.
Die Einrichtung verfügt über Plätze, auf denen sich die Hunde bewegen
und sozialisieren können.
Die Katzen aus Phase 2 und die nicht mehr an Studien mitwirkenden
Katzen erhalten bis voraussichtlich Februar 2006 einen eingezäunten
Außenauslauf.
Zusätzlich zu den 20 Minuten Sozialisierung mit dem Menschen an
fünf Tagen pro Woche dürfen die Hunde jeden Tag zwei Stunden in
Gruppen auf dem Hundespielplatz spielen und sich bewegen. (Aus-
nahme: Hunde, die sich Artgenossen gegenüber aggressiv verhalten,
sind vom Gruppenspiel ausgeschlossen.)
Die zu zweit im neuen Gebäude untergebrachten Hunde haben sich
gut eingelebt und die meisten von ihnen verhalten sich ruhig. Die
Hunde sind zunächst vollkommen leise und fangen erst beim Anblick
der Besucher an zu bellen. Die meisten Hunde beruhigen sich jedoch
innerhalb weniger Minuten.
Die Studienprotokolle wurden vorab zur Verfügung gestellt.
Die Gesundheitsprotokolle der Tiere liegen in der Einrichtung vor
und werden stichprobenartig geprüft.
Bei der Untersuchung von vier Hunden werden erheblicher Zahn-
stein und eine Zahnfleischentzündung festgestellt. Die Gesundheits-
protokolle von zwei Hunden werden geprüft. Bei ihnen erfolgte in
den letzten sieben Monaten eine Gebissreinigung.
Ein Hund zeigt zwei Hot Spots. Die Hautbereiche wurden geschoren
und mit einer Chlorhexidin-Lösung behandelt. Sie befinden sich
bereits in Heilung.
Das Personal achtet auf Verhaltensprobleme und behandelt diese.
Derzeit erstreckt sich diese Vorgehensweise jedoch nicht auf
Zwangsbewegungen/Sterotypien.
Mehrere Terrier und ein Corgi laufen in Anwesenheit der Besucher
im Kreis bzw. hin und her. Bislang wurde diese Verhaltensstörung
nicht behandelt.


Einrichtung 9, Verbesserungsvorschläge
Die Maßnahmen zur paarweisen Unterbringung aller Hunde sollten
fortgesetzt werden.
Zusätzlich zu den Zeiten für die Sozialisierung mit dem Menschen
sollten auch die Zeiten dokumentiert werden, in denen sich die Hunde
in der Gruppe bewegen und sozialisieren. Es ist der Eindruck entstan-
den, dass die Hunde täglich lediglich 20–30 Minuten Auslauf haben.
Es sollte weiterhin nach Alternativen zur Unterbringung der Katzen in
Stoffwechselkäfigen gesucht werden.
Bis zur Abschaffung der Stoffwechselkäfige sollen Protokolle und
Maßnahmen entwickelt werden mit dem Ziel, die Aufenthaltszeiten
in den Käfigen zu verkürzen.
Die Protokolle zur Überwachung der Zahngesundheit müssen über-
prüft und verbessert werden. Zahnreinigungen müssen bei Bedarf
in kürzeren Abständen durchgeführt werden.
Das Formular zur Bewertung des Verhaltens der Hunde sollte auch
Verhaltensweisen wie Kreislaufen sowie Hin- und Herlaufen beinhalten.
Hier kann ein von einem Iams Spezialisten für Verhalten entwickeltes
Protokoll eingesetzt werden.


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