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Chicago – Es war sofort klar, dass die Präsentation auf dem Pet Forum 2004
nicht aus der üblichen Diashow bestehen würde. Schließlich saßen Vertreter
aller wichtigen Tiernahrungshersteller im Vortragssaal, und eine offene und
ehrliche Präsentation war unter Wettbewerbsaspekten eine brisante
Angelegenheit.
Das Thema des Vortrages erfordere jedoch eine Ausnahme, sagte Dr. Dan
Carey, Direktor der Abteilung für Technical Communications bei Iams.
"Wenn es um den Tierschutz geht, sollten wir alle gemeinsam an einem
Strang ziehen", sagte Carey. "Wir stehen zwar in einem harten kommerziel-
len Wettbewerb, aber für den Tierschutz gelten die Regeln des Marktes nicht".
In einer mehr als einstündigen Diskussion beantwortete Dr. Carey sämtliche
Fragen zum aktuellen Iams Tierpflege- und Tierschutzprogramm und erläuter-
te dessen Kernpunkte. Im Jahr 1987 erstellte die Iams Company hierfür die
ersten Richtlinien. In der Zwischenzeit wurden diese durch eigene Erfahrung-
en und mit Unterstützung externer Experten (z. B. die des International
Animal Care Advisory Board, des unabhängigen Beratungskomitees von
Iams) kontinuierlich verbessert und weiterentwickelt.
Tierhalter kaufen Produkte von Tiernahrungsherstellern, die Ernährungsstu-
dien durchführen, sagte Carey, aber nur, wenn der Hersteller zeigen kann,
dass die durch die Ernährungsstudien gewonnenen Erkenntnisse für das
Wohlbefinden und die Gesundheit aller Tiere notwendig und wichtig sind.
Eine Forschung, die darauf abzielt, die Lebensqualität von Katzen und Hun-
den zu steigern und ihre Lebenserwartung erhöhen, werde von den meisten
Tierhaltern gutgeheißen. Wichtig sei, ein Tierpflege- und Tierschutzpro-
gramm zu haben, dass für die Öffentlichkeit zugänglich ist und die Rahmen-
bedingungen der Ernährungsstudien erläutert.

"Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, das Wohlbefinden und die Gesund-
heit von Hunden und Katzen zu verbessern und zu fördern, und deshalb
möchten wir in diesem Punkt auch eine führende Rolle übernehmen", sagte
Carey weiter. "Was wir brauchen, ist eine offenere Kommunikation und
transparenteres Handeln."
Laut Carey lässt sich mit Hilfe eines einfachen Standards beschreiben, wel-
che Ernährungsstudien für Katzen und Hunde akzeptabel sind. Da nur Men-
schen ihre Einwilligung zur Teilnahme an einer Studie geben können, sollte
man für tiermedizinische Studien einen entsprechenden Vergleich anstellen.
In anderen Worten: Wenn ein Mensch freiwillig an einer bestimmten Ernäh-
rungsstudie oder einer klinischen Studie teilnimmt, dann sollte eine unter
gleichen Bedingungen durchgeführte Studie auch für Hunde und Katzen
akzeptierbar sein.
Klare Vorschriften und der Nachweis eines Kontrollsystems stärken das Ver-
trauen der Verbraucher bzw. Tierhalter gegenüber dem Hersteller. Zu den
Kernpunkten des Iams Programms gehört deshalb die ständige Anwesenheit
eines Tierschutzbeauftragten in jeder Forschungseinrichtung. Weitere Kon-
trollen erfolgen durch Vertreter der Firmenleitung sowie in Form von Inspek-
tionen durch die unabhängigen, externen Experten des International Animal
Care Advisory Board.
Tiernahrungshersteller sollten anerkannte Forschungsstandards berücksichti-
gen, so Carey weiter. Hierzu zählten die drei anzustrebenden Grundsätze für
Studien mit Tieren: Verfeinerung der Studienmethodik, Verringerung der Stu-
dien und/oder der Zahl eingesetzter Tiere bzw. Ersatz der Studien. Geplante
Studien sollten genauestens daraufhin überprüft werden, wie sich ihre Aussa-
gekraft weiter verbessern lässt und wie negative Effekte bei den teilnehmen-
den Hunden und Katzen vermindert werden können. Letzteres Ziel sei allein
durch eine geringere Zahl an Tieren zu erreichen, erklärte Carey. Um auf
Studien mit Tieren gänzlich verzichten zu können, sollte intensiv nach wis-
senschaftlich gleichwertigen alternativen Untersuchungsverfahren gesucht
werden.
Iams werde keine Ernährungsstudien an Tieren mehr durchführen, sobald
wissenschaftlich gleichwertige Alternativen verfügbar sind. In der Zwischen-
zeit, so Carey, sollten die Unternehmen der Branche zusammenarbeiten, ihr
Wissen austauschen und Tierhalter über die Fortschritte im Bereich Tierschutz
informieren.
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