P & G                                                                                   2. Dezember 2004
Ms. Mary Beth Sweetland
Senior Vice President
Director, Research & Investigations Department
People for the Ethical Treatment of Animals
501 Front Street
Norfolk, VA 23510



Sehr geehrte Frau Sweetland,

wir nehmen Bezug auf die Schreiben, die wir von Herrn Shalin Gala von PETA am 8. und
16. November 2004 erhalten haben. Sie befassen sich mit den an den Universitäten von
Georgia und Kentucky durchgeführten Studien und dem Einsatz der In-vitro-Methode FIDO
als Alternative zu PER-Studien bei Hühnern.

Die an der Universität von Georgia durchgeführte Studie prüfte die positiven Wirkungen
einer mit Antioxidanzien und Fettsäuren angereicherten Diätnahrung bei Hunden mit
chronischer Niereninsuffizienz. Sie lieferte die wissenschaftlichen Grundlagen für unsere
derzeitigen Nierendiäten für Hunde. 12% aller Hunde leiden an einer chronischen Nieren-
insuffizienz.
Unsere Diätnahrungen für nierenkranke Hunde verbessern die Gesundheit
und das Wohlbefinden der betroffenen Tiere erheblich.
Herr Gala behauptet, dass diese
Studie nach dem Moratorium von 1999, nach dem Studien mit einer Tötung von Hunden
und Katzen bei Versuchsende unterbleiben, begonnen wurde.
Diese Behauptung ist falsch.
Die genannte Studie startete Ende 1998, also vor Beginn des Moratoriums.
In der
Vergangenheit haben wir immer wieder Briefe von PETA erhalten, in denen es um Studien
geht, die vor dem Moratorium von 1999 stattfanden. Wir möchten deshalb noch einmal
darauf hinzuweisen, dass sich das Moratorium auf neue, d. h. nach 1999 begonnene Studien
bezieht und
nicht auf bereits genehmigte Studien.

Ziel der an der Universität von Kentucky durchgeführten Studie war die
Erforschung der
felinen hepatischen Lipidose (FHL).
Mit Hilfe der erzielten Ergebnisse sollten Diätnahrungen
entwickelt werden, die das Auftreten der FHL verhindern bzw. ihre Schadwirkung minimieren.
Wie Herr Gala in seinem Brief ganz richtig erwähnt, liegt die Mortalitätsrate dieser Erkran-
kung bei 90%. Heute lassen sich durch die diätetische Behandlung der FHL das Krankheitsbild
und das Wohlbefinden betroffener Katzen in entscheidendem Maße verbessern.
Durch
weiterentwickelte Diätnahrungen wie z. B. Iams EVD Maximum Calorie Canine/Feline und
andere Maßnahmen sterben nur noch 10% der behandelten Katzen an dieser Erkrankung.
Die Behauptung von Herrn Gala, wir hätten unser Moratorium nicht auf die Studie an der
Universität von Kentucky angewandt, ist irrelevant, da es sich in diesem Fall nicht um eine
Studie handelte, an deren Ende Tiere geopfert werden sollten. Der Tod aller der von Herrn
Gala aufgeführten Tiere stand nicht im Zusammenhang mit der Studie. Im Gegensatz zu der
natürlich vorkommenden FHL kommt es bei der FHL unter Laborbedingungen nicht zu Todes
fällen.

Wir bedanken uns für Herrn Galas Informationen zum System FIDO. Dieses In-vitro-System
kennen wir bereits. Derzeit prüfen wir es im Rahmen eines Langzeitprogramms mit dem
Ziel, den Einsatz von Hühnern in Studien zur Proteinverdaulichkeit zu verringern.

Für weitere Informationen stehe ich Ihnen gern zur Verfügung.

Freundliche Grüße

Barbara J. Slatt